Samstag, 8. August 2009

Saigon, Mekong Delta, Phnom Penh

Bin inzwischen in Kambodscha angekommen, desshalb ist es Zeit fuer einen Rueckblick auf Vietnam.

Saigon, wie die Leute immernoch sagen, obwohl die Stadt ja offiziell HoChiMinCity heisst, ist so laut, so westlich, so voller Hochhaeuser, so verwirrend. Hat so gar nichts zu sehen, hat so gar nichts fuer mich! Vielleicht liegt das an der 25 Stunden Bus-Anreise (Sitzbus, welcher uebrigens gar nicht soo uebel war), oder daran, dass mich meine Reisegspaendli das erste Mal so richtig genervt haben. Ein Tag ist ok, dann aber weiter ins Mekong Delta.

Es bietet sich an, eine Mekong-Delta-Tour mit anschliessender Grenzueberquerung nach Kambodscha zu machen, und der Preis ist wieder einmal handelbar. ;-)Via MyTho (Coconut Candy Factory, Honey Bee Farm und gemuetliche Booetli-Fahrt) nach CanTho (Uebernachtung und Besichtigung des schwimmenden Marktes). Da von unserer 12er Gruppe nur wir drei die 3-Tages-Tour machen, werden wir am Mittag in einen unbequemen Lokal-Minibus verfrachtet und die Krokodilfarm-Besichtigung wird gestrichen. ;-) Chau Doc ist die Grenzstadt zu Kambodscha und unsere zweite Uebernachtung. Am naechsten Morgen geht es via eine Fischfarm und ein Dorf einer chinesischen Minoritaet in einem langsamen, lokalen Boot zur Grenze.

Vietnam ist ein wunderschoenes und super einfach zu bereisendes Land. Von gruenen Bergen im Norden, Sandduenen und schoenen Straenden in der Mitte und dem Mekong als Erlebnis ansich im Sueden. Jeder spricht englisch, alle Speisekarten sind in englisch, Transport und Touren sind ueberall verfuegbar, Mitreisende einfach zu finden. An den einheimischen Soft-Pop immer und ueberall gewoehnt man sich genau so schnell wie ans Abwimmeln der Motorbike-Taxis. Dem franzoesischen Einfluss sei Dank gibt es Bagette und "La Vache Qui Ri - Streich-Kaese" an jeder Ecke. Sehr zu schaetzen gelernt habe ich den vietnamesischen Kaffee: An sich schon suesslich schmeckender Kaffee mit Kondensmilch, wahlweise heiss oder mit Eis. Super suess, aber mit Wasser verduennt super fein.

Der Unterschied zu Vietnam wird nach der Grenze bald sichtbar. Die sehr einfachen Blechhaeuser (lies: Baracken) auf und entlang des Mekong's werden zu noch einfacheren Holzhaeusern, die Wasserbueffel werden zu weissen, mageren Kuehen und ueberall hat es Tempel (Wat's). Auch in von Touristen besuchten Restaurants ist nicht automatisch eine englische Speisekarte und ein englisch sprachiger Kellner verfuegbar. Vietnam hat einfach bequem gemacht!

Phnom Penh (die Hauptstadt von Kambodscha) bietet viel zu sehen. Eigentlich wuerde ich gerade den Koenigspalast und die Silber-Pagode besichtigen, wenn die nicht gerade Mittagspause haetten... Dieses Land funktioniert in USD und Waesche wird meistens von Hand gewaschen. Ich bin gespannt was es noch alles zu bieten hat... *gwunder*

Ich werde 3 Naechte hier bleiben und nachher via Battambang nach Siem Reap weiterziehen. Da meine Reisegspaendli auf ihr Lao-Visa warten muessen und ich zeittechnisch vorwaerts machen sollte, werden sich unsere Wege hier trennen.