Samstag, 5. September 2009

Pak Beng, Huay Xai, Chiang Rai, Chiang Mai

Ich bin wieder mal unheimlich im Stress. Der bevorstehende Flug nach Australien setzt mich schon seit zwei Wochen unter Druck schnell vorwaerts kommen zu muessen...

Die Bootsfahrt nach Thailand war ganz angenehm, auf jeden Fall nicht so anstrengend wie mir Reisende aus entgegenkommender Richtung erzaehlt haben. Wir waren naemlich nur 5 Touristen und ein paar Einheimische und einbisschen Fracht, somit riesig viel Platz. Die Fahrt dauert einfach einmal 8 und einmal 9 Stunden... Rum sitzen, schlafen, Sandwich essen, lesen, schlafen, rum sitzen. Die Nacht verbringen wir in Pak Beng, einem kleinen Dorf am Mekong, welches nur von 18 bis 22 Uhr Strom aus Generatoren hat. Mit meiner chinesischen Reisegesellschaft vergeht die Zeit bis da wie im Flug, und sie hat uns den Preis fuer die Unterkunft und das Essen heruntergehandelt. (Das ist der Grund wieso ich immer noch Lao Kip habe, welche hier in Thailand niemand umtauschen will ;-))

In Huay Xai, der Grenzstadt auf der Lao Seite kommen wir gerade zu spaet an um die Grenze noch am selben Tag zu ueberqueren. (Sonst gibts da ueberhaupt nichts zu sehen! Und die Guesthaeuser sind viel zu teuer!)

Grenzueberquerung am naechsten Morgen geht schnell und unkompliziert. Ich kriege fuer Thailand nur einen kleinen Stempel und muss auch gar nichts bezahlen. Ich begleite die Chinesin (sorry, ich hab ihren Namen wirklich vergessen) nach Chiang Rai in dieses super coole, schoene, guenstige Guesthouse, wo man ein Einzelzimmer fuer 2 Fr. pro Nacht kriegt. ;-) Da es in dieser Stadt aber nicht so viel zu sehen gibt und sich auch keine anderen Touristen fuer ein Trekking finden lassen bleibe ich doch nur eine Nacht und gehe weiter nach Chiang Mai.

Und jetzt kommt der Punkt wo ich mich definitiv Frage wieso mir alle Entgegenreisenden gesagt haben ich soll soviel Zeit wie moeglich in Lao verbringen, weil Laos viel toller als Thailand sei. Ja klar, Laos ist toll. Aber Thailand ist auch toll!! Chiang Mai gefaellt mir gut, und da September ist und alle Europaere keine Ferien mehr haben, hat es auch nur ein angenehmen Mass an Touristen hier. Ich verbringe die Zeit mit Fruchtshake schluerfen, auf den Essens-Maerkten herumstoebern, durch die Stadt laufen und dem Versuch mir notwendige Sachen fuer Australien zu kaufen (das waehren lange Hosen und Turnschuhe, aber ich hab mir natuerlich alles andere als das gekauft).

Ein neues Highlight auf meiner Reise: Der Tag bei den Elefanten. Ich war mir ja wieder einmal ueberhaupt nicht sicher ob ich das Geld fuer dieses Elefanten reiten ausgeben soll, da ich inzwischen schon einige schlechte Touren gemacht habe und dann 70 Fr fuer einen Tag einfach zu viel sind. Ich lass mich aber immer wieder gerne ueberraschen. Es war einfach Hammer! Neun Elefanten und ein Guide fuer uns vier Touris alleine. Zuerst Fuettern, um die Tiere kennen zu lernen. Der Puls schlaegt ganz schon hoch, als ich das erste Mal neben diesem riesen Tier stehe und ihm ein Buendel Bananen in den Mund lege. Nach der theoretischen Erklaerung wie man den auf einen Elefanten aufsteigt und wie man ihn lenkt haben wir das eine Stunde lang geuebt. Der Puls schlaegt noch hoeher als ich das erste mal auf dem Hals es Elefanten sitze. Nach dem Mittagessen gehen wir ausreiten, die Illusion, dass ich das Tier allein lenken kann scheint perfekt (ich weiss ja schon, dass die Elefanten Lady nur dem voranschreitenden Menschen folgt und dass hinter uns ein weiterer Mensch in die linke oder rechte Hinterseite kneift und auf Thai Anweisungen gibt ;-)) Danach duerfen wir die Tiere im See nebenan baden, seit da bin ich dann definitiv ein Elefanten-Fan!! Die Tiere so nah zu erleben ist so viel spannender als einfach nur auf einem Stuhl auf ihrem Ruecken zu sitzen! Eine Faszination die sich gar nicht recht beschreiben laesst und die ihr warscheinlich auch gerade ueberhaupt nicht nachvollziehen koennt... ;-)

Anyway. Heute Abend geht es mit dem Nachtzug nach Bangkok (ich freu mich riesig, endlich wieder einmal Zug zu fahren, nach all diesen Bussen). Ist schon komisch, so kurz vor dem Verlassen dieses Kontinent zu stehen. Fuer alle, die sich fragen ob ich denn langsam Heimweh habe, sorry, leider nein, ueberhaupt nicht. Es ist im Gegenteil eigentlich viel zu frueh um Asien zu verlassen, es gibt noch so viel zu sehen hier. Und ich weiss auch schon ganz genau was ich vermissen werde, bzw jetzt schon vermisse: Frische Ananas, Ananas- und Kokosnuss-Shakes, vietnamesischen Kaffee mit Milch und Eis und hald einfach das Lebensgefuehl der Menschen hier.