Donnerstag, 16. Juli 2009

Guangzhou

Yvonne laeuft mit roten Korkenzieher-Loeckchen rum. Yvonne war gerade beim Coiffeur, amazing. Hier kriegt man Internet und Cafe waehrend dem Haare faerben, ja ok, die kleisterten mir auch gerade eine fuer 230 CNY rein, was fuer ihre Verhaeltnisse relativ viel ist, aber immer noch weniger als 40 Fr. Und irgendwie hat dann aber waschen, schneiden, foehnen und die Farbberatung nichts gekostet, hab mit mehr gerechnet. Also ich mag es! Auch wenn ich im Gesicht des Herrn genau gesehen habe, dass es nicht ist, was er mir versprochen hat, eine genaue Nachbildung meiner vorherigen Farbe. Keine Ahnung ob die hier schon mal nicht chinesische Haare geschnitten und nicht schwarze gefaerbt haben. Es konnte natuerlich niemand auch nur ein Wort englisch, war aber ober witzig. Die Dame an der Tuer hat sich das Lachen schon nicht verkneifen koennen als ich herein gekommen bin. Und der Coiffeur und sein Lehrling haben die ganze Zeit gekichert als sie mir Farbe rein gepinselt haben.

Und sonst:

Da haben mich gestern doch wirklich zwei Girlies gefragt, ob sie ein Foto mit mir haben koennen. Und ganz viele Chinesen (Touris) haben mir bei diesem Ziegendenkmal "hello" gesagt, ja ich war der einzige "weisse" Touri dort. Im Supermarkt will dir jeder helfen deine Sachen zu finden. Vorgestern Abend hat der junge Herr welcher kaum englisch kann einfach mal mit mir schwatzen wollen an der Uferpromenade (hab ich schon mal erwaehnt, dass es extrem viel mehr huebsche Chinesen als Russen gibt?). Ja und schon bei der Ankunft hat sich eine Gruppe finden lassen, die mir bei der Suche nach dem Hostel geholfen haben.

China versucht seiner Bevoelkerung das spuken ab- und das Muell entsorgen an-zugewoehnen. Alles ist angeschrieben, was man machen soll, muss, nicht darf und auch sonstige Hinweise fuers Leben. Obwohl es angschrieben ist, dass man die Leute zuerst zur Metro raus laesst, bevor man hineingeht, klappt das nicht so, anstehen ist wie es scheint sowieso keine Staerke. Aber es wird in der Metro ganz artig fuer aeltere Leute aufgestanden.

Es sind mir noch nie so viel schwangere Chinesinnen aufgefallen wie hier in Guangzhou. Und das hier, wo in JEDEM Supermarkt die Kondome zuvorderst an der Kasse liegen, besser plaziert als Kaugummi und Schokoriegel. Die Schminke in den Gesichtern hat im Vergleich zu Shanghai und Hongkong wieder abgenommen, die "Schoenheit" der Leute dafuer zu. Das faellt erst in China so richtig auf: In Russland hat niemand auf der Strasse gelacht.

Wenn es gerade nicht sooo heiss ist und der Himmel einwenig blau ist, ist es einfach viel schoener. Die ersten zwei Tage war Guangzhou im Smog versunken, so dass man vom Aussichts-Berg kaum die Stadt gesehen hat. Essen bestellen war auch schon einfacher als hier, aber verhungert bin ich trotzdem nicht. Sollen mir doch die englische Karte bringen, wenn sie schon eine haben (habe ich zwei Tage spaeter herausgefunden ;-)).

Wieso hat es eigentlich nicht mehr Backpacker hier, ist doch gar nicht so uebel hier? Nur hald eben einwenig lonely.

Ich hab mir endlich eine neue Zahnpasta gekauft, da die russische langsam aber sicher genervt hat, da die immer auslaufen wollte, boese. Und mein Nivea Deo habe ich in Hongkong auch gefunden.

Weils mir gerade so einfaellt (Sichtwort Sammlung):

Babys und Scheisse:
- Gestern hat ein Baby im Bus sich und seine Mama voll gekackt.
- In Peking. Mama laesst sein Kleinkind in aller Ruhe mitten auf dem Trottevoir auf ein Stueck Zeitung kacken.

Bald geht es auf einen weiteren Nachzug, ins Landesinnere hinein. Und nachher weiter nach Vietnam (hab mich inzwischen vorbereitet und freu mich riesig)!